Planungsprozess

Stadtmitplanung

 

QUELLE: HOCHPARTERRE

Ein neues Quartier
für Cham 

 Nach Beginn des Verlagerungsprozesses der Papierproduktion von Cham nach Italien reichte die Cham Paper Group (CPG) im März 2012 bei der Gemeinde ein Gesuch zur Umzonung des Papieri-Areals ein. Auf dem 12 Hektar grossen Fabrikareal sollte ein neues Quartier mit vielfältigen Wohn- und Arbeitsnutzungen entstehen. Der Gemeinderat stimmte dem Begehren unter der Bedingung zu, dass die Grundeigentümerin und die Gemeinde die dafür notwendigen Planungsinstrumente gemeinsam erarbeiten.

Während gut vier Jahren wurde darauf ein Planungsprozess mit mehreren Meilensteinen durchlaufen: Leitsätze, Testplanung und städtebauliches Richtprojekt, das schliesslich in den Bebauungsplan überführt wurde. Für die Mitwirkung der Bevölkerung wurden drei öffentliche Grossveranstaltungen durchgeführt.

Ein zentrales Ergebnis dieser öffentlichen Mitwirkungsphase waren die aufgrund der Rückmeldungen der Bevölkerung überarbeiteten Leitsätze, die den grossen inhaltlichen Rahmen für den gesamten Planungsprozess vorgaben.

Im Herbst 2013 begann eine Testplanung mit vier interdisziplinären Planungsteams zur Ermittlung eines überzeugenden, städtebaulichen Konzepts für das gesamte Areal. Am Schluss des Verfahrens wurde das Richtprojekt von Albi Nussbaumer Architekten und Boltshauser Architekten vom Beurteilungsgremium zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Das überarbeitete Richtprojekt diente dem Planungsbüro EBP aus Zürich als Grundlage für die Erarbeitung des Bebauungsplans, der sämtliche planungsrechtlichen Vorgaben für die Arealentwicklung beinhaltet. Zusätzlich arbeiteten die Gemeinde und die CPG einen städtebaulichen Rahmenvertrag aus, der den von der öffentlichen Hand geforderten Planungsausgleich für die Umzonung des Landes regelt.

Die kommunale Abstimmung über den Bebauungsplan und die Teiländerung von Zonenplan und Bauordnung fanden am 25. September 2016 statt. Trotz kritischer Stimmen aus Teilen der Bevölkerung war am Abstimmungssonntag das Ergebnis klar: Rund 60 Prozent der Stimmenden sagten Ja zu beiden Vorlagen.